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Franca Schnell - Personal Education

Living the Dream – aber sei vorsichtig mit deinen Wünschen

Heute ist Tag 125 im Jahr 2026.
Ein ganz normaler Dienstag.

Und ich bin zu Hause.

Was sich für viele unspektakulär anhört, ist für mich gerade alles andere als normal.
Denn in den letzten 125 Tagen war ich auf 3 Kontinenten, in 8 Ländern, in 18 Städten.
64 Nächte. 18 verschiedene Hotels.

Ein Leben in Bewegung.
Ein Leben, von dem viele träumen.

Und ja – ich lebe diesen Traum.


Ich habe neue Freunde gefunden.
Ich habe wunderschöne Orte gesehen.
Ich habe gelernt, geteilt, gelacht, erlebt.

Und ich bin stolz.
Auf jede einzelne Sekunde.

Ich bin dankbar für all die Chancen.
Und ich versuche, aus jeder Begegnung, jeder Erfahrung, jedem Moment das Beste herauszuholen.

Das ist die eine Seite.


Doch die Wahrheit hat immer zwei Seiten.

Und die andere ist genauso echt.
Genauso intensiv.
Genauso wichtig.

Die andere Seite sind die stillen Momente:
Allein am Flughafen.
Im Zug.
Im Auto.

Die andere Seite ist eine leere Social Battery –
und trotzdem geht es weiter.

Die andere Seite ist dieser eine Gedanke:
Ich will einfach nur nach Hause.
Decke über den Kopf.
Drei Tage nichts.


Es sind die Momente, in denen alles zu viel wird.

Zu viele Eindrücke.
Zu viele Gespräche.
Zu viele Betten, die sich nie wie das eigene anfühlen.

Und manchmal kommt man einfach nicht mehr hinterher.
Mit Gedanken.
Mit To-dos.
Mit sich selbst.

Die Liste wird länger.
Der Kopf voller.
Und irgendwo dazwischen… verliert man kurz die Orientierung.


Ja, auch das ist die Wahrheit.
Und ja – manchmal tut sie weh.

Denn auch ich darf lernen, besser auf meine Energie zu achten.


Letztes Wochenende war voller Leben.
Tolle Menschen.
Wundervolle Momente.
Unvergessliche Eindrücke.

Und eigentlich… hätte es noch zwei Tage so weitergehen können.

Aber ich wollte einfach nur nach Hause.

Kein Vielleicht. Kein „Ich zieh noch durch“.
Sondern ein klares Gefühl:

Ich bin voll.

Es passt gerade nichts mehr rein.
Kein weiterer Eindruck.
Kein weiteres Gespräch.
Kein weiteres Erlebnis.


Und genau in diesem Moment kam eine wichtige Erkenntnis:

Ich darf NEIN sagen.

Auch dann, wenn mein Kopf sagt: Da geht noch was.
Auch dann, wenn von außen alles perfekt aussieht.

Denn ein Tag auf der Couch ist kein verlorener Tag.

Er ist ein Privileg.


Ein Privileg, innezuhalten.
Ein Privileg, durchzuatmen.
Ein Privileg, wieder bei sich anzukommen.

Ein Tag zum Sortieren.
Zum Loslassen.
Zum Platz schaffen.

Für neue Gedanken.
Neue Menschen.
Neue Ideen.


Vielleicht ist genau das die größte Herausforderung daran, seinen Traum zu leben:

Nicht nur zu funktionieren.
Nicht nur zu liefern.
Nicht nur weiterzumachen.

Sondern auch zu wissen, wann es genug ist.

Und den Mut zu haben, genau dann innezuhalten.


The life you are living is the dream of someone else.

Vergiss nicht, es zu genießen.
Aber vergiss auch nicht, dich selbst dabei nicht zu verlieren.

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